Krisenmanagement unter dem Gesichtspunkt von COVID-19

Erfahrungen, Lehren und praktische Lösungsansätze

Donnerstag, 22. Oktober 2020

Über das Forum

Community. Sharing. Expertise.

Um was geht es?

Die COVID-19 Pandemie hatte auf einen Schlag Auswirkungen auf weite Teile der Wirtschaft, der öffentlichen Institutionen sowie der Bevölkerung. Das organisationsübergreifende und nahezu flächendeckende Ausmass erhöhte die Komplexität zusätzlich: Einfluss der Regierungen, Unterbruch gesamter Lieferketten, Belastung der Gesundheitssysteme, um nur einige zu nennen.

Nahezu alle Unternehmen und Institutionen mussten sich mit der Thematik "Krisenmanagement" befassen und dieses anwenden. Nachdem sich zumindest in Mitteleuropa die Situation langsam wieder normalisiert hat, haben sich die drei Partnerunternehmen e-mergency, JDMT Medical Services und Lexxton entschieden, dieses Forum zu organisieren, um Fachkräfte und Spezialisten aus verschiedensten Branchen zusammenzubringen. Im Sinne einer offenen und partnerschaftlichen Zusammenarbeit sollen sich die Teilnehmenden über die gemachten Erfahrungen und Lehren austauschen sowie über mögliche Lösungs- resp. Optimierungsmöglichkeiten diskutieren können – Situationen wie die erlebte Pandemie lassen sich im Verbund schliesslich effizienter und effektiver lösen.

Zielsetzung:

  • Zusammenbringen von betroffenen Unternehmens- und Behördenvertreter, um offen die
    Erfahrungen in der Krisenphase sowie die daraus gezogenen Lehren auszutauschen
  • Darstellen von (digitalen) Optimierungsmöglichkeiten, welche Krisenorganisationen wirkungsvoll
    unterstützen
  • Netzwerkpflege

Zeit

Do. 22. Oktober 2020,
13:30 – 17:30 Uhr
anschliessend Apéro
und Netzwerkpflege

Zielgruppen

- International tätige Unternehmen
- Behörden
- Staatliche Institutionen

Ort

Online und bei
Lexxton AG
Haldenstrasse 23
8306 Brüttisellen

Prinzip

- Online und vor Ort
- Teilnahme ist kostenlos
- Durchführungssprache: Deutsch

Speakers

Beiträge am Forum

Erfahrungsberichte

Michael Schneider Associate Director IT & Security IWC Schaffhausen
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Michael Schneider

Associate Director IT & Security

IWC Schaffhausen

Michael Schneider ist seit November 2010 bei der IWC Schaffhausen tätig. In der Funktion als Associate Director IT & Security ist er Mitglied der erweiterten Geschäftsleitung und verantwortet die Bereiche Business IT, Technical IT und Security und dort im Speziellen das Thema integrale Sicherheit. 

Der Bereich Sicherheit umfasst den Prozess vom Risiko-Management über Business Continuity-Management hin zum Krisenmanagement und Krisenkommunikation und beinhaltet die Bereiche Cybersicherheit, physische Sicherheit und Arbeitssicherheit und Umweltsicherheit.   
Das Ziel ist die integrale Sicherheit für die IWC Schaffhausen aus einer Hand. 

Michael Schneider bekleidet in der Armee den Rang eines Oberstleutnants und war fünf Jahre Kommandant eines Infanterie-Bataillons. Aktuell ist Michael Schneider als Milizoffizier im Stab Cyber Defence eingeteilt. 

Gerade im Bereich der integralen Sicherheit können diese Synergien optimal genutzt und eingesetzt werden. 

 

Themen des Beitrags:

  • Stand vor Corona 
  • Was waren die Herausforderungen vor, während und «nach» Corona? 
  • Wie trägt der integrale Sicherheitsgedanke zur optimalen Vorbereitung bei? 
  • Wie kann eine militärische Ausbildung in einer zivilen Krise helfen?

Adrian Mulle 1
Jolanda Walker Leiterin Notfall- und Krisenmanagement Swisscom AG
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Jolanda Walker

Leiterin Notfall- und Krisenmanagement

Swisscom AG

Jolanda Walker ist langjährige Delegierte des Internationalen Komitee des Roten Kreuzes – IKRK mit Einsätzen in Kriegs- und Krisengebieten. Aktuell führt sie als Leiterin das Notfall- und Krisenmanagement der Swisscom AG. Sie studierte auf dem 2. Bildungsweg in London (MSc, DAS). 

 

Thema des Beitrags:

  • …und es kommt anders als "man" denkt...Chancen und Risiken im Krisenmanagement. 

Adrian Mulle 1
Serge Bavaud Stellvertretender Leiter des Krisenmanagement- Zentrums KMZ Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA
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Serge Bavaud

Stellvertretender Leiter des Krisenmanagement- Zentrums KMZ

Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA

Serge Bavaud ist derzeit stellvertretender Leiter und Leiter Krisenmanagement des Krisenmanagementzentrums im EDA der Schweiz, wo er seit September 2014 tätig ist. Zuvor arbeitete er u.a. als stellvertretender Leiter des Bereichs Rüstungskontrolle und Abrüstungspolitik im Eidgenössischen Departement für Verteidigung (VBS), als Senior Advisor in der Schweizer Task Force für den schweizerischen OSZE-Vorsitz und befasste sich in diesem Zusammenhang mit der ersten Dimension der OSZE (politisch-militärisch) und der Krise in der Ukraine. Weiter war er als Botschaftsrat bei der Ständigen Vertretung der Schweiz bei den Vereinten Nationen in New York, USA tätig, bei der er für Fragen der Abrüstung, des Krisenmanagements und der friedenserhaltenden Operationen zuständig war.

Seit 1999 bekleidete Serge Bavaud verschiedene Positionen im Zusammenhang mit Joint Operationen der Schweizer Armee (z.B. Entwicklung von IT-Plattformen) und multilateralen Angelegenheiten im Rahmen der NATO/Partnerschaft für den Frieden. Serge Bavaud ist Offizier (Oberstleutnant) der Schweizer Armee. Sein Bildungshintergrund umfasst einen MA in Geschichte und Wirtschaft, ein Diplom in Betriebswirtschaft und eine Executive Education an der Harvard University.

Zu den Aufgaben des Krisenmanagementzentrums (KMZ) gehören die Prävention und Bewältigung von Krisen und Notlagen, die Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer betreffen (bewaffnete Konflikte, politische Unruhen, Naturkatastrophen, Pandemien, Terroranschläge, schwere Verkehrsunfälle, Entführungen).

  • Im Jahr 2017 reisten insgesamt 16,6 Millionen Menschen (Wohnbevölkerung der Schweiz) mit mindestens einer Übernachtung ins Ausland.
  • Mehr als 760'000 Schweizer Bürgerinnen und Bürger leben im Ausland.

Das KMZ berät und unterstützt zudem die Organisationseinheiten des EDA weltweit in Fragen des Krisen- und Sicherheitsmanagements für:

  • 4000 Mitarbeitende;
  • 170 diplomatische Vertretungen;
  • 600 Liegenschaften (Immobilien).

 

Themen des Beitrags:

  • Vorstellung des KMZ, seine Rolle und sein Handeln im Zusammenhang mit der COVID-19-Krise
  • Lessons Learned aus der Krise
  • Beziehungen des KMZ zur Privatwirtschaft

Adrian Mulle 1

Planung, Konzeption, Support

Glenn Müller-Amstutz Chef Kommunikation Gruppe Verteidigung VBS - Schweizer Armee
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Glenn Müller-Amstutz

Chef Kommunikation Gruppe Verteidigung

VBS - Schweizer Armee

Glenn Müller-Amstutz ist als Kommunikationschef für die strategische Ausrichtung, wie auch die Gesamtheit aller Kommunikationsaktivitäten der Gruppe Verteidigung zuständig. Dabei unterstützt er den Chef der Armee in sämtlichen Kommunikationsfragen und leitet die Weiterentwicklung der Kommunikation Verteidigung im Zeitalter des digitalen Wandels. 

 

Themen des Beitrags:

  • Ausgangslage vor COVID-19 
  • COVID-19 und die Schweizer Armee 
  • Herausforderungen 
  • Lessons learned 

Adrian Mulle 1
Urban Lederer Geschäftsführer Lexxton AG
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Urban Lederer

Geschäftsführer

Lexxton AG

Urban Lederer ist Gründer der Lexxton AG, welche sich auf folgende drei Dienstleistungsbereiche spezialisiert hat 

  • Integraler Wirtschaftsschutz 
  • Reisesicherheit 
  • Notfall- und Krisenmanagement 

jeweils im internationalen Kontext. Der Fokus liegt darauf, die "physischen" Themen bestmöglich zu standardisieren und wo möglich zu digitalisieren. Er arbeitet seit über 25 Jahren im privaten wie behördlichen Sicherheitsbereich in verschiedenen leitenden Funktionen, davon 12 Jahre im militärpolizeilichen Spezialbereich. 

 

Themen des Beitrags:

  • Effizienter und effektiver Aufbau eines Notfall- und Krisenmanagements in Unternehmen und Organisationen 
  • "Papier ersetzt nicht Training"

Adrian Mulle 1
Til Berger Dr. med. Leiter Medical Intelligence JDMT Medical Services AG
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Til Berger

Dr. med. Leiter Medical Intelligence

JDMT Medical Services AG

Til Berger ist verantwortlich für Medical Intelligence bei JDMT. Medical Intelligence bedeutet mehr als die reine Gewinnung von Informationen, sondern deren Bewertung im Kontext des Nutzers. Medical Intelligence versucht stets, die Frage nach der konkreten Konsequenz eines gesundheitsbezogenen Ereignisses zu stellen.

Dr. Til Berger ist Facharzt für Allgemeinmedizin, Betriebsmedizin sowie Notfall-, Flug- und Tropenmedizin. Als Stabsoffizier der Deutschen Bundeswehr war er als Fliegerarzt in verschiedenen Auslandseinsätzen und später als Analyst bei der Abteilung Medical Intelligence tätig. In seiner zivilen Laufbahn betreute er verschiedene Konzerne und mittelständische Unternehmen und deren Mitarbeitenden.

 

Themen des Beitrags:

  • Wissenschaftskommunikation in der Krise
  • Was wissen wir (über SARS COV 2), was können wir wissen und was nicht?
  • Wie funktioniert Epidemiologie und welchen Nutzen haben Unternehmen davon?
  • Evidenz und Hoffnung – die Grenzen der Vorhersage

Adrian Mulle 1

Digitale Unterstützung

Patrik Theiler Lead Product Management e-mergency AG
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Patrik Theiler

Lead Product Management

e-mergency AG

Patrik Theiler, dipl. Inf.-Ing. ETH, ist seit über 20 Jahren Inhaber des Zuger Softwareunternehmens exanic AG - Digital Factory. In Zusammenarbeit mit der Bildungsdirektion Zürich, der Kantonspolizei Zürich und der Fachstelle für Gewaltprävention hat er vor sechs Jahren die Notfall-App e-mergency® entwickelt und sich intensiv mit den Möglichkeiten der Digitalisierung im Bereich des Krisenmanagements befasst.

 

Themen des Beitrags:

  • Eignung von digitalen Kanälen für die Krisenkommunikation
  • Digitale Unterstützung von nicht krisengeschultem Personen
  • Agile Einführung eines digitalen Krisenmanagements

Adrian Mulle 1
Alexander Sprich Geschäftsführer EXOP GmbH
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Alexander Sprich

Geschäftsführer

EXOP GmbH

EXOP ist ein SaaS Unternehmen mit einer in-house 24/7 Krisenzentrale und unterstützt Unternehmen global in den Bereichen Mobility und Location Risks. Alexander Sprich gründete EXOP als Beratungsunternehmen zur Unterstützung von Unternehmen bei Projektvorhaben in Hochrisikoregionen und führte eine erfolgreiche Transformation der EXOP Gruppe zum Technologieunternehmen durch. EXOP betreut über 1.000 Kunden in Europa, Asien und den Amerikas und ist globaler Partner der AXA Gruppe und von HDI. 

 

Themen des Beitrags:

  • Wichtigkeit zur schnellen Erkennung von Vorfällen – weltweit 
  • Automatisierung im Mobility Risk Management – Zeit und Präzision 
  • Vergleich von verschiedenen Ansätzen im Incident Reporting 
  • Mehrsprachigkeit von Systemen

Adrian Mulle 1
Jan Erismann Geschäftsführer ECMT AG
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Jan Erismann

Geschäftsführer

ECMT AG

Jan Erismann, Gründer der Unternehmung ecmt AG, berät Unternehmen und die öffentliche Hand beim Aufbau von integralen Lagedarstellungen, Training von Führungsorganisationen und unterstützt bei Bedarf bei Live-Einsätzen vor Ort. 

Der Bezug zum integralen Risiko-, Lage- und Krisenmanagement erarbeitete er sich während seinen Ausbildungen und Einsätzen in verschiedenen Führungs- und Krisenfunktionen bei diversen Unternehmung, Bund / Kantonen und während internationalen Grossanlässen. 

Sein Fokus richtet sich an die Führung in allen Lagen mit integraler Lagedarstellung nach dem Motto “sich vor Überraschungen schützen”.

 

Themen des Beitrags: 

  • Digitale Darstellung des integralen Risiko-, Notfall- und Krisenmanagements in normalen, besonderen und ausserordentlichen Lagen 
  • Mehrwert eines elektronischen Lageverbunds zwischen Partnern für die eigene Organisation 
  • Digitale Unterstützung für Entscheidungsträger 

Adrian Mulle 1

Programm

Zeitlicher Ablauf des Forums
13:00 Uhr
Eintreffen der Teilnehmenden resp. Login ins Webinar
13:30 Uhr
Begrüssung
13:35 Uhr
Erfahrungsberichte M. Schneider, J. Walker, S. Bavaud
15:00 Uhr
Pause
15:20 Uhr
Planung, Konzeption, Support G.Müller-Amstutz, U. Lederer, T. Berger
16:10 Uhr
Digitale Unterstützung P. Theiler, A. Sprich, J. Erismann
17:00 Uhr
Paneldiskussion
17:30 Uhr
Networking Apéro und Open End

Partner

Die Firmen hinter dem Forum

Videos

Hier können Sie sich die Speaker-Beiträge erneut anschauen.

 

 

 

 

Impressionen

Unsere "behind the scenes" vom Forum

 

 

Statements

 

 

 

 

Podiumsdiskussion

Offen gebliebene Fragen der Podiumsdiskussion

Hier finden Sie Ihre Antworten

Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit konnten nicht alle Fragen bei der Podiumsdiskussion beantwortet werden. Hier finden Sie die schriftlichen Antworten unserer Speakers.

Jolanda Walker: Wir haben tägliche Kaffeepausen zusammen und einige trinken wöchentlich 1 virtuelles Bier.

Jolanda Walker: Auch für das Jahr 2019 hatten wir 4 Tagestrainings im Krisenmanagement geplant von 0900-1630 und 1 Abschlussübung. Wir werden Ende Jahr 6 Fachausbildungen (KM) durchlaufen haben, jeweils von 1300-1630. Das Notfallteam durchlief zwei Workshops und zwei Table Top Exercices.

Serge Bavaud: Aufgrund der weltweiten volatilen Entwicklung der Sicherheitslage kommt der Sicherheit, der Krisenvorbereitung und dem Krisenmanagement zugunsten der Schweizer Staatsangehörigen sowie den Mitarbeitenden des EDA im Ausland eine zentrale und immer wichtigere Rolle zu.
In den letzten fünf Jahren führte das KMZ über 220 Kurse (Sicherheits- und Krisenmanagement), inkl. spezifischen Aus- und Weiterbildungen für über 1’700 Kursteilnehmende durch.
Das KMZ führt jährlich zwischen 40 und 50 KMZ-Missionen im Ausland durch, bei denen die Mitarbeitenden der Auslandsvertretungen direkt vor Ort kontextspezifisch und bedürfnisorientiert geschult werden.
Ebenfalls stehen den Auslandsvertretungen vier «Standardkrisenübungen» (Table Top) mit den Szenarien «Naturkatastrophe», «Transportunfall mit besonderer Tragweite», «Terroranschlag» und «Politische Unruhen» zur Verfügung. Ziel dabei ist es, dass die Vertretungen jederzeit selbständig auf relevante und detailliert ausgearbeitete Szenarien zurückgreifen können, welche die bestehenden Krisenmanagement Prozesse und Strukturen in realistischer Weise testen. 

Urban Lederer: Es gibt diesbezüglich keine Minimal-/Maximalzeit. Wir empfehlen in 2 Phasen vorzugehen:
1. Initiale Schulung der Stabsarbeit- und Prozesse (inkl. Schulung der Führungspersonen) ca 3-4 Tage (einmalig)
2. Anschliessend 2-3 Trainingssequenzen / Jahr à 3-6h pro Training
Mit einem solchen Rhythmus kann eine gewisse «Routine» des Krisenstabes erreicht werden, was wiederum die Krisenresilienz bereits spürbar steigert. Auf jeden Fall ist es besser, Schritt für Schritt in die Thematik einzusteigen und immer wieder zu trainieren, als es bei einem einmaligen Kraftakt zu belassen.

Jolanda Walker: Die WHO und das BAG sind weisungsbefugt, John Hopkins University ist eine Public Health Fakultät mit seriösem Ruf in Sachen Medizin-Public Health. Der Austausch mit dem BABS (ELD-NAZ) und den anderen Kollegen im Krisenmanagement auf Stufe Bund & Kantone hilft, nebst der Tagespresse via NZZ oder SRF. Hierfür ist unser Chef Lage mit seinen Analisten zuständig.

Serge Bavaud: Mit dem Ziel einer Vereinheitlichung, Vereinfachung und Digitalisierung des Informationsflusses zu COVID-19 aus dem Aussennetz EDA an die Zentrale wurde ein digitales Lagetool zur elektronischen Lagedarstellung (inkl. Visualisierung auf interaktiver Web-Karte) implementiert.

Alexander Sprich: Ein KI getriebenes eigenes OSINT und SOCMINT Tool durchforstet permanent zehntausende unterschiedliche globale Quellen und identifiziert, bewertet und strukturiert erfasste Datensätze. Dabei erkennt die KI den Inhalt und Kontext von Meldungen und ob es sicher hierbei um einen Vorfall mit möglichen Auswirkungen für Menschen oder Assets handelt. Unser KI Engine verarbeitet ca. 200 News Datensätze pro Sekunde in mehreren Meldesprachen.

Jolanda Walker: Unser Ziel ist, analog und digital funktionsfähig zu sein. Während einer Woche haben wir uns im Frühjahr nicht gesehen und mit Office 365 – via Teams in den verschiedenen Kanälen gearbeitet. Unser Lagetool ist Seismo.

Serge Bavaud: Es kommen verschiedene Tools zum Einsatz, die sich beispielsweise über spezifische Datenbanken, ShareWebs oder Apps (z.B. Twitter, TravelAdmin) sowie der Nutzung der Elektronischen Lagedarstellung (ELD) der Nationalen Alarmzentrale (NAZ) im Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BABS) erstrecken.
Aktuell läuft im KMZ ein Projekt, welches zum Ziel hat, mit einer integrierten, digitalen Plattform im Bereich Sicherheits- und Krisenmanagement effizienter und bedürfnisorientierter mit einer Vielzahl von involvierten Stellen zu kommunizieren und zusammenzuarbeiten.

Jolanda Walker: Bei Swisscom ist das Notfall- und Krisenmanagement beim Chef der Konzernsicherheit angesiedelt, welcher in der Konzernleitung vertreten ist. Im Falle einer ausserordentlichen Lage ist der CEO weisungsbefugt, er löst seinen Krisenstab aus. Die Mitglieder des Krisenmanagements arbeiten dann für den CEO.

Urban Lederer: Wenn eine Sicherheitsorganisation oder Funktionen mit expliziten Sicherheitsaufgaben vorhanden sind, würden wir empfehlen, diese dort anzugliedern. Wichtig ist, dass dies in Absprache, resp. idealerweise aktiv von der Unternehmensleitung beauftragt wird. Die Wege zur Unternehmensleitung sollen so kurz wie möglich sein.

Urban Lederer: Aufgrund der aktuellen Situation (nur noch 2-3 Monate Planungs- und Vorlaufzeit) würden wir von einer solchen Messe zum besagten Zeitpunkt absehen und wenn es die Planung erlaubt, eher in die 2. Jahreshälfte 2021 zu planen.

Urban Lederer: Prozessual unterscheidet sich das Krisenmanagement von einem KMU gegenüber eines Konzerns kaum. In einem Konzern bestehen in der Regel jedoch eine grössere Anzahl von internen Stakeholdern, welche ggf mit eingebunden werden müssen. In einem KMU hingegen sind die Wege zu den Entscheidungsträgern oftmals deutlich kürzer.

Jolanda Walker: We need to be "connected" in a way. That can be with virtual lunches, early morning coffee or virtual beers. I call my colleagues quite often during this period of time in order to make sure, they are all, more or less, well. We see each other via camera, that helps in addition.

Jolanda Walker: As said, this pandemic situation needs different approaches in order to answer medicine, economy and politics. I assume that my colleagues are less stressed because of HO. Swisscom has a strong HO policy, we do not travel anymore abroad and if really needed, ideally not longer than 30 minutes. We try to help reducing the amount of people travelling by train. This is less stressful for other travellers, also minimizing the amount of people in open spaces. Especially during flue season, we are hopeful to keep our medical cases low. Having said that, we make a small contribution to the reduction of CO2.

Urban Lederer: Zurzeit ist eine Reise (unabhängig ob privat oder geschäftlich) in die USA schwierig resp. immer noch mit entsprechenden Quarantäneauflagen verbunden. Eine Aussage über die mittelfristige Tendenz ist zum aktuellen Zeitpunkt sehr schwierig abzugeben. Zahlreiche Unternehmen haben ihre Travelbans in die USA bereits bis Mitte 2021 verlängert. In dringenden Fällen empfehlen wir, mit Spezialisten in Kontakt zu treten um die aktuelle Situation zu beurteilen und eine bestmögliche Option zu evaluieren.

Jolanda Walker: Drei Vertreter der Logistik sind im Krisenstab vertreten und der Diensthabende ist entscheidungsbefugt.